NEWS

Das So&So stellt sich vor

Datum: 14.09.2018 09:26
Autor: So&So

 DIE NACHRICHTEN
 +++ Tanz-Demo: Freiräume erhalten - Clubkultur schützen +++
 +++ Video - Das So&So stellt sich vor +++
 +++ Schon bald stehen wichtige Entscheidungen für uns im Leipziger Stadtrat an. +++
 
 DEMO
Am Samstag wollen wir mit euch allen protestierend und tanzend unter dem Motto "Freiräume erhalten - Clubkultur schützen" durch die Innenstadt ziehen. Lautsprecherwagen kommen vom Institut fuer Zukunft, der Global Space Odyssey - Leipzig, der DISTILLERY, von unseren Freunden Keine Fische aber Grethen und von uns. Wir starten um 14 Uhr am Johannisplatz!
 
 VIDEO
Ina Luft hat einen kurzen Film über das So&So gedreht, der all den Leuten eine kleinen Einblick in unsere Arbeit gewährt, die uns noch nicht kennengelernt haben.
 Dieses Video zeigt zwar das So&So, steht aber exemplarisch für die ganze Club-Szene in Leipzig. Wir alle vertreten auf die eine oder andere Art einen politischen, sozialen oder kulturellen Anspruch. Wir wollen Orte der Begegnung und Antreiber gesellschaftlicher Debatten sein. Nicht immer werden wir unseren Anprüchen gerecht, aber das ist zumindest unser Selbstverständnis, nach dem wir versuchen zu handeln.
 An dieser Stelle möchten wir uns bei allen bedanken, die das Video möglich gemacht haben. Ganz besonders bei Ina, Lui, Elly und Jasmin für das Produzieren und die Orga. Außerdem bei NINZE & OKAXY  sowie 2ERSITZ für die Musik und bei allen die vor Ort waren und mitgeholfen haben.
 
  STADTRAT
Wir haben euch bereits von einem Antrag von Christopher Zenker und Tim Elschner berichtet. Dieser ist nun ein fraktionsübergreifender von SPD, Bündnis 90 / Die Grünen und DIE LINKE geworden. Damit sehen wir wieder eine reelle Chance für einen Erhalt unseres So&So vor Ort. Wenn ihr wissen wollt, um was es in dem Antrag geht und warum er so wichtig für uns ist, könnt ihr euch gerne hier einlesen: Quartiersentwicklung "Eutritzscher Freiladebahnhof": Masterplan und ergänzender städtebaulicher Vertrag
Um es auf den Punkt zu bringen, hat der Antrag zum Ziel, dass das Quartier, das auf dem ehem. Freiladebahnhof entstehen soll, ein lebenswertes Vorzeigeprojekt wird. Für uns konkret bedeutet der Antrag, dass unser Gebäude in den Besitz der Stadt übergehen soll und bis dahin nicht abgerissen werden darf. Damit wären wir unserem Ziel, vor Ort weitermachen zu können, ein ganzes Stück näher.


#soundsoweiter - wichtige Petition

Datum: 30.08.2018 19:08
Autor: so&so

Am 19.09.2018 wird im Leipziger Stadtrat ein Antrag von SPD, Grünen und Linken zur Abstimmung kommen, der unsere Situation erheblich verbessern könnte. Die Livekomm, eine Interessensgemeinschaft Leipziger Musikspielstätten, hat letzte Woche eine Petition auf den Weg gebracht, die einige Forderungen aufstellt, um Freiräume und Clubkultur in Leipzig zu erhalten und zu schützen. Uns hilft die Petition auch ganz konkret, da der Stadtrat von Leipzig darin aufgefordert wird, über den bereits erwähnten Antrag positiv zu entscheiden. 

Wenn ihr uns bei unserem Kampf um unseren Erhalt unterstützen wollt, ist es ganz wichtig, dass ihr diese Petition unterzeichnet, allen euren Freunden davon erzählt und sie in den sozialen Netzwerken teilt. Die Petition findet ihr hier: http://bit.ly/PetitionClubkultur



#soundsoweiter

Datum: 14.08.2018 13:48
Autor: So&So

Foto: Erik Braga

Durch die Bekanntgabe unserer Kündigung vor etwas mehr als 3 Wochen und eure Hilfe ist viel in Bewegung gekommen. Eine politische Lösung unserer Lage scheint durch einen Antrag der Stadträte Christopher Zenker (SPD) und Tim Elschner (Grüne) möglich. Außerdem konnten wir in Gesprächen mit unseren Eigentümern zumindest eine Duldung bis zum Ende des Jahres erreichen. Die CG-Gruppe hat sich außerdem zu einem Erhalt unseres So&So bekannt. Leider sehen unsere Eigentümer aber weiterhin keine Möglichkeit für einen Verbleib vor Ort, da das Gelände baureif gemacht werden müsse. Deshalb wurde uns erstmals eine Alternative im Leipziger Westen angeboten. Ob und wie diese für uns zu stemmen ist, müssen wir erst noch prüfen. Für uns ist jedoch klar: Wir wollen hier bleiben! Die letzten Wochen haben uns auch gezeigt, dass nicht nur wir das so sehen. Wir wollen Teil eines lebendigen und urbanen neuen Stadtteils sein. Ein Umzug kommt für uns nur im absoluten Notfall in Frage. Dafür stecken einfach zu viele schöne Erinnerungen mit euch und zu viel Herzblut in unserem Laden. 

Natürlich ist uns bewusst, dass wir nicht diejenigen sein können, die über unsere Zukunft entscheiden werden. Ob unser Aus vor Ort mit der Begründung, das Gelände müsse baureif gemacht werden, gerecht ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Diese und weitere Fragen werden gerade auf politischem Wege geklärt.

Durch die zusätzlichen 3 Monate, die wir mit unserer garantierten Duldung bis zum Ende des Jahres erhalten haben, eröffnen sich für uns neue Möglichkeiten. Nachdem wir bereits alle Veranstaltungen ab Oktober hatten absagen müssen, können wir unser So&So jetzt doch noch eine Weile bespielen. Uns ist klargeworden: Wir werden die Idee und unsere Träume vom So&So nicht aufgeben. Natürlich wäre es für uns das Schönste, diesen Traum in unseren vier Wänden weiterleben zu können, und dafür werden wir auch weiterhin alles tun. Wir müssen uns jetzt aber auch auf den Ernstfall Umzug vorbereiten. Dazu werden wir die nächsten Monate nutzen. Leider stoßen wir mittlerweile an unsere Belastungsgrenzen. Unsere Sommerpause hat sich durch die Kündigung in sehr, sehr heiße Luft aufgelöst und wir müssen unser gesamtes Programm von August bis Dezember auf Soli-Basis planen. Und genau da kommt ihr ins Spiel: Abgesehen davon, dass diese Monate reichen müssen, um zumindest ein gewisses Grundkapital für einen Umzug aufzubauen, können wir das alles nicht alleine schaffen! Wir sind auf eure Hilfe angewiesen. Falls ihr also z.B. Lust habt, mal an unserer Bar zu arbeiten, ein Artwork für unsere Veranstaltungen zu gestalten, beim Vor- oder Nachbereiten zu helfen oder einfach nur etwas zu spenden, dann meldet euch bei uns unter: info@kuz-soundso.de. Am einfachsten könnt ihr uns helfen, wenn ihr mit uns noch ein paar wunderbare und denkwürdige Abende, Nächte und Tage verbringt. 

Was uns bei all unseren Plänen und Überlegungen in den letzten Wochen bewusstgeworden ist, ist dass aus all dem Ärger, der Ungewissheit und der Verzweiflung vielleicht auch etwas Neues und noch Schöneres entstehen kann. Wir haben viel darüber nachgedacht, wie unsere Zukunft aussehen soll. Eigentlich war das So&So immer als ein Ort geplant, der Allen zur aktiven Teilhabe offenstehen sollte. Diesem Anspruch sind wir nicht immer gerecht geworden. Wie es immer ist, verrennt man sich häufig in Details und verliert das große Ganze aus den Augen. Nicht dass wir nicht stolz auf das Erreichte wären: Wir haben einen Ort geschaffen, der das Verbindende und nicht das Trennende in den Vordergrund stellt. Wir wollten nie ein Club sein, der sich auf die üblichen Formate der Clubszene beschränkt, weshalb wir uns auch immer als ein Kulturzentrum verstanden haben. Formate sprengen, Grenzen überschreiten, Brücken bauen und Dinge und Menschen zusammenzubringen, die auf den ersten Blick nicht zusammengehören, das ist die Idee des So&So. Diese Idee steckt auch in unserem Namen und soll weiterhin einer unserer Grundsätze bleiben. Uns ist jedoch klar geworden, dass wir diese Idee in Zukunft noch viel aktiver mit euch teilen, weiterentwickeln und aufpolieren wollen. Deshalb erhoffen wir uns von den nächsten Monaten nicht nur die finanziellen Mittel, um weiterzumachen zu können, sondern dass unser Traum vom So&So vielleicht auch bald ein neuer gemeinsamer Traum wird. Ob dieser dann über die nächsten Monate hinaus in unseren vier Wänden weiterlebt oder an anderer Stelle fortgesetzt wird, ist dann vielleicht gar nicht mehr entscheidend. Für uns zählen vor allem die Menschen, die an diesem oder einem anderen Ort ihre Vorstellungen verwirklichen. Neue Gefährt*innen zu finden und mit alten umzuziehen, würde es uns zumindest ein kleines bisschen leichter machen unsere 2. Heimat verlassen zu müssen. Deshalb laden wir euch ein, Teil unserer Familie zu werden. Weiter oben haben wir bereits Dinge erwähnt, mit denen ihr uns helfen könnt. Sicher fallen euch noch viele andere ein. Um eure Unterstützung in ein möglichst konstruktives Format zu gießen und damit ihr Teil unserer Familie werden könnt, werden wir ab dem 23.08.2018 jeden Donnerstag von 18 – 22 Uhr unsere Türen für euch öffnen, um euren Ideen zu lauschen und gemeinsam eine Vision für unsere Zukunft zu entwickeln. Ganz praktisch können wir euch bspw. auf eure Hilfe bei Barschichten vorbereiten und ganz unpraktisch vielleicht später auf den vielen Familienzuwachs anstoßen.

Die zweite heiße Phase beginnt am kommenden Freitag mit dem 1. Akt. Vielen, vielen Dank an die vielen Künstler*innen, die auf Ihre Gage verzichtet haben, an die Mitarbeiter*innen, die sich einsetzen und Soli-Schichten wuppen. Vorab schonmal Dank an all jene, die uns in den kommenden Monaten noch unterstützen werden und uns dabei helfen, das nächste Kapitel unserer und hoffentlich auch eurer Geschichte aufzuschlagen. 

Hier findet ihr weiterhin unser gesamtes Programm.


Pressemitteilung - Das Kulturzentrum So&So steht vor dem Aus

Datum: 21.07.2018 13:39
Autor: So&So

Das Kulturzentrum „So&So“ auf dem Areal des ehem. Eutritzscher Ladebahnhof im Leipziger Norden muss am 30.09.2018 schließen. Der Vermieter, die CG Leipzig City Nord GmbH & Co. KG, hat entgegen allen öffentlichen Aussagen im Planungs- und Bürgerbeteiligungsverfahren um das Vorhaben „Leipzig 416“ auf dem Areal Eutritzscher Ladebahnhof und trotz der erklärten Unterstützung der Bürgermeisterinnen der Stadt Leipzig für Kultur, Dr. Skadi Jennicke, und Stadtentwicklung und Bau, Dorothee Dubrau, das Mietverhältnis mit dem Kulturzentrum So&So einen Tag vor Ablauf der Frist zum 30.9.2018 aufgelöst. Begründet wurde die Kündigung mit voranschreitenden Planungen und Maßnahmen auf dem Areal.

Mit dieser Entscheidung handelt die CG-Gruppe entgegen dem Ergebnis und dem konkreten Wunsch des Bürgerbeteiligungsprozesses. Bislang schlossen die Planungen das Kulturzentrum „So&So“ als möglichen Bestandteil einer Kulturmeile mit ein. Es sollten in den nächsten Monaten Nutzungskonkurrenzen geprüft werden.

Das Team des So&So erklärt: “Mit unserer Schließung geht der Stadt ein weiterer Ort gelebter Utopien verloren. Wir werden nicht nur unseren Veranstaltungsbetrieb einstellen müssen, sondern auch unsere gemeinnützige Musikschule, unsere Proberäume und unsere offene Werkstatt schließen müssen. Nach all dem persönlichen Einsatz tut das einfach nur weh! Es ist ernüchternd, dass sich Unternehmensinteressen trotz Unterstützung der Stadt und Bürgerbeteiligung am Ende doch durchsetzen. Wir hoffen, die CG- Gruppe mit diesem Appell an die Öffentlichkeit doch noch zu einem Umdenken bewegen zu können. Wir sind uns sicher, dass wir ein wertvoller Bestandteil des neuen Quartiers sein können.“


Die folgenden Behauptungen wurden zudem von der CG-Gruppe ins Feld geführt und fanden sich auch im Kündigungsschreiben, sind aber sachlich falsch:

1) „Es gab in den letzten 1 1⁄2 Jahren Bemühungen seitens der CG-Gruppe eine Umzugsmöglichkeit für uns zu finden und uns wurden mehrere Objekte angeboten.“

Wir haben in den letzten Jahren drei Gespräche mit der CG-Gruppe geführt. Zu keinem Zeitpunkt wurde uns ein Angebot gemacht, dass eine Fortführung unseres Kulturzentrums ermöglicht hätte. Eine ausführliche Beschreibung hierzu finden sie in den Anhängen.

2) „Voranschreitende Planungen und Maßnahmen machen eine Verlängerung unseres Mietverhältnisses nicht möglich.“

Wir sind laut dem letzten öffentlich gemachten Stand der Planungen vom 08.12.2017 fester Bestandteil der Planungen. Nach unserem Kenntnisstand befinden sich die Planungen immer noch im Status der Masterplanung. Dem folgen würde erst noch das eigentliche B-Planverfahren. Mit dem Beginn des B-Planverfahrens ist nicht vor Frühjahr 2019 zu rechnen. Unser Mietvertrag hätte sich lediglich um ein Jahr bis zum 30.09.2019 verlängert. Die Planungen werden bis dahin nicht abgeschlossen sein. In den veröffentlichten Planunterlagen ist um unser Gebäudeensemble ein Park vorgesehen. Deshalb scheinen auch Maßnahmen wie ein Abbruch nicht nötig und jederzeit zu einem späteren Termin möglich.

Für Rückfragen oder ein Hintergrundgespräch stehen wir jederzeit unter info@kuz-soundso.de bzw. 017632417909 zur Verfügung.